Warum der Drang nach Tomatensaft im Flugzeug so groß ist

Warum der Drang nach Tomatensaft im Flugzeug so groß ist

Von Ada Kozłowska・Letzte Aktualisierung: 10. September 2019

Wer kennt das nicht. Im Flugzeug bestellen unzählige Passagiere Tomatensaft … ein Getränk, das viele von Ihnen bei festem Boden unter den Füßen kaum anrühren würden. Doch woher kommt dieser Drang, sich auf Reisen im Flugzeug Tomatensaft zu bestellen und das dickflüssige Getränk zu schlürfen? Wir klären auf!

Der Domino-Effekt

Viele gehen davon aus, dass Flugpassagiere so viel Tomatensaft auf Reisen bestellen, weil ihre Flugkameraden dies ebenfalls tun. Ein Domino-Effekt entsteht. Doch ist das schon die Begründung für dieses Phänomen? Bei weitem nicht. Warum sollten wir auch ein Getränk – und dann auch noch mit Salz und Pfeffer – trinken, welches uns in den eigenen vier Wänden überhaupt nicht schmeckt?

Dennoch: Mehr als 1,5 Millionen Liter Tomatensaft schenkt beispielsweise die Lufthansa ihren Passagieren jährlich aus. Das sind mehr Liter Tomatensaft als Bier, welches bekanntlich in Deutschland zu den absoluten Dauerbrennern gehört.

Top oder Flop?

Wer am Küchentisch ein Glas Tomatensaft trinkt, wird nicht das gleiche Geschmackserlebnis erhalten, als würde er diesen Saft in großer Höhe zu sich nehmen. Ganz im Gegenteil: Bei uns auf der Erde beschreiben viele Menschen Tomatensaft als eher muffiges Getränk, welches nicht gerade berauschend schmeckt.

Im Flugzeug dagegen sind viele Passagiere der Meinung, dass Tomatensaft angenehm fruchtig schmeckt, süß und kühlend ist und noch dazu einen bezaubernden Geruch besitzt. Kaum zu fassen, oder?

Des Rätsels Lösung

Durch einen Versuch in einer Niederdruckkammer mittels Probanden konnte herausgefunden werden, woran es liegt, dass es uns in weiter Höhe nach Tomatensaft gelüstet. Die Lösung ist einfach. Unsere Geruchs- und Geschmacksschwelle ist bei niedrigem Luftdruck schlichtweg höher.

Damit Salz, Zucker und eben auch Kräuter und Gewürze im Flugzeug für uns wahrgenommen werden, müssen sie höher dosiert werden. Dadurch haben wir das Gefühl, dass viele Lebensmittel und Getränke an Geschmack verlieren und für uns kaum spürbar sind.

Statistisch gesehen schmecken wir im Flugzeug 20 bis 30 Prozent weniger Salz, 15 bis 20 Prozent weniger Zucker. Fruchtiges Aroma dagegen können wir auch im Flugzeug noch gut wahrnehmen, daher ist Tomatensaft in windiger Höhe ein echtes Geschmackserlebnis, wohingegen dieser Saft auf heimischen Boden oftmals viel zu würzig oder intensiv wahrgenommen wird.

Damit die Geschmacksnerven im Flugzeug so richtig auf Touren kommen und die 15 bis 30 Prozent ausgeglichen werden, bestellen sich Passagiere zudem noch etwas Salz und Pfeffer zum Tomatensaft. Lecker!

Prüfen Sie kostenlos, ob Sie einen Anspruch auf Entschädigung haben, falls Ihr Flug innerhalb der letzten 3 Jahre verspätet/ überbucht war oder wenn Ihr Flug annulliert wurde. Wir fordern in Ihrem Namen einfach und bequem bis zu 600 € Entschädigung (abzgl. Erfolgsprovision) von Ihrer Airline ein.

Werden Sie Teil der AirHelp-Community

Holen Sie sich Tipps und Ratschläge von anderen Reisenden.


Ich stimme den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Datenschutzerklärung zu.


Teilen Sie es mit Ihren Freunden.

AirHelp ist bekannt aus:

APRA

AirHelp ist Mitglied in der Association of Passenger Rights Advocates (APRA), dem Verband der Organisationen zur Durchsetzung von Fluggastrechten, der sich für die Förderung und den Schutz der Rechte von Fluggästen stark macht.

DE

Copyright © 2021 AirHelp

Fordern Sie bis zu EUR 600 für Ihre verspäteten oder annullierten Flüge (abzgl. Erfolgsprovision).

Alle Fluggesellschaften

Jetzt Anspruch prüfen