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Gericht stoppt Laudamotion

Letzte Aktualisierung:

Flughafentransfer München

Berlin, 27. August 2019. Die österreichische Fluggesellschaft Laudamotion hat in seinen Allgemeinen Beförderungsbedingungen (ABBs) angegeben, Verfahren über Entschädigungszahlungen bei Flugverspätungen und -ausfällen ausschließlich vor irischen Gerichten zu führen. Diesen Terminus hat das Düsseldorfer Amtsgericht nun im Rahmen einer Klage des weltweit führenden Fluggasthelfer-Portals AirHelp für ungültig erklärt. Christian Leininger, Rechtsanwalt bei AirHelp, kommentiert die Entscheidung:

 

“Einige Airlines versuchen alles, um ihren Kunden bei Flugverspätungen oder -ausfällen nicht ihre rechtmäßige finanzielle Entschädigung auszahlen zu müssen. Bereits im April haben wir diesbezüglich aufgedeckt, dass vor allem Billigairlines bis zu 95 Prozent der rechtmäßigen Entschädigungsforderungen ihrer Kunden zu Unrecht abweisen. Dass eine österreichische Fluggesellschaft nun in ihren Beförderungsbedingungen erklärt, Gerichtsverfahren nur in Irland durchführen zu lassen, ist natürlich extrem verbraucherunfreundlich und ergibt absolut keinen Sinn. Dadurch will Laudamotion seine Passagiere lediglich dazu bringen, ihre Entschädigung bei Flugproblemen nicht einzuklagen. Deshalb sah das Düsseldorfer Amtsgericht auch keinerlei Grund dafür, Laudamotions Rechtsauffassung in dieser Sache zu folgen.

 

Leider sind verbraucherunfreundliche Klauseln nicht nur bei Laudamotion und dessen Mutterkonzern Ryanair gängig. Auch einige weitere Airlines wie easyJet und British Airways versuchen auf diesem Weg, ihre Kunden von einer Entschädigungsforderung abzuhalten und dadurch Geld zu sparen. Wir von AirHelp setzen uns für die Rechte von Fluggästen ein und ziehen gegen solche verbraucherunfreundlichen Klauseln vor Gericht. Denn Airlines wie Laudamotion oder Ryanair stehen ganz sicher nicht über dem Gesetz.”

 

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

 

Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird.

 

AirHelp kooperiert mit Verbraucherschutz Deutschland

Um möglichst vielen Passagieren in Deutschland zu ihrem Recht zu verhelfen, kooperiert AirHelp seit diesem Jahr mit Verbraucherschutz Deutschland. In diesem Zusammenhang wird AirHelp aufgrund seiner Kunden- und Servicefreundlichkeit vom Verbraucherschutz Deutschland empfohlen und wird sich künftig dafür einsetzen, die Rechte der Verbraucher, die sich beim Verbraucherschutz Deutschland beschweren, durchzusetzen. Fluggäste können ihren Anspruch auf eine Entschädigung unverbindlich und kostenlos auf www.airhelp.com/de prüfen.

 

Über AirHelp

AirHelp ist die weltweit größte Organisation für Fluggastrechte. Seit der Gründung 2013 hilft das Unternehmen Reisenden dabei, Entschädigungen für verspätete oder ausgefallene Flüge sowie im Falle einer Nichtbeförderung durchzusetzen. Zudem ergreift AirHelp juristische und politische Maßnahmen, um die Rechte von Fluggästen weltweit weiter zu stärken. Das Unternehmen hat bereits mehr als 13 Millionen Menschen geholfen, ist in 35 Ländern aktiv und beschäftigt über 700 Mitarbeiter. Seit 2019 kooperiert AirHelp mit Verbraucherschutz Deutschland (www.verbraucherschutz.de/airhelp) und hilft bei der Durchsetzung der Fluggastrechte von Verbrauchern, die sich an den Verbraucherschutz Deutschland gewandt haben. Mehr Informationen über AirHelp finden Sie unter: www.airhelp.com/de/