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Treffen Sie Herman den ersten EG 261 Anwaltsroboter

AutorAdrian Kreller

AirHelp hat in den letzten vier Jahren mit unterschiedlichen Produkten sich einen Namen als Technologieunternehmen in der Branche für die Durchsetzung von Fluggastrechten gemacht. Während dieser Zeit hat ein Team von Innovatoren aus fünfzehn Ländern daran gearbeitet eine größere Vision zu erfüllen.

„Die Luftfahrtindustrie und Legal Tech zu revolutionieren und dabei eine einzigartige Start-Up Kultur basierend auf Zusammenarbeit und Innovation zu schaffen.“

Um dies zu verwirklichen haben wir ein einzigartiges Datensystem, Technologieplattform und Software-Know-how über die Abwicklung von Fluggastansprüchen aufgebaut. Wir haben Millionen von Euro in diesem Bereich investiert und übertreffen die Bemühungen anderer Unternehmen in unserer Branche. Und so sind wir in der Lage eine vollwertige Forderungsmanagement Software anzubieten, die die Berechtigung des Kundenanspruchs beurteilen kann und den optimalen Weg für rechtliche Schritte vorschlägt.

Toller Kundenservice basiert auch weiterhin auf menschlichem Kontakt, aber an erster Stelle sind unsere Abläufe technologiegetrieben, so dass wir Forderungen effizienter bearbeiten können als z.B. Fluggesellschaften. Mit unserer Software wollen wir nicht nur das Thema Legal Tech weiter vorantreiben, sondern können auch über das Thema von Fluggastrechten hinaus Verbraucher unterstützen, wenn diese mit rechtlichen Problemen konfrontiert sind.

Was hat diese Innovation inspiriert?

AirHelp hat mehrere Regeln, Variablen und Faktoren, die bei der Entscheidung des Einforders eines Anspruchs berücksichtigt werden müssen und ob rechtliche Schritte für die Durchsetzung eines Anspruchs vorgenommen werden müssen. Das ist ein ziemlich komplizierter Prozess. Wir haben zu beurteilen, ob es sich um einen berechtigten Anspruch handelt und wann wir rechtliche Schritte einschlagen müssen und was die optimale Gerichtsbarkeit dafür ist. Dies alles lässt Raum für menschliche Fehler und ist zeitintensiv. Daher haben wir uns oft gedacht, es wäre doch schön, wenn ein Computer die Arbeit für uns machen könnte?

Wie hat das Team diese Idee umgesetzt?

Während unseres Winter-Hackathons 2016 haben wir eine künstliche Intelligenz geschaffen, die wir Herman nennen. Es ist ein Anwalts-Roboter. Herman kann die optimale Zuständigkeit für alle unsere EG 261 Ansprüche berechnen, sollte es notwendig sein rechtliche Schritte zu unternehmen. Er nutzt verschiedene diese Regeln wie ein Mensch dies tun würde, aber in einem Bruchteil der Zeit.

Und wie arbeitet Herman genau?

Herman wurde als einfaches künstliches Gehirn programmiert. Wann immer sein Gehirn mit Details eines EG 261 Anspruches, wie zum Beispiel: operative Fluggesellschaft, Abflugflughafen, Ankunftsflughafen, oder Herkunftsland des Passagiers gefüttert wird, berechnet er die optimale Gerichtszuständigkeit falls rechtliche Schritte notwendig sind. Er kann sogar komplexere Buchungen mit mehreren Teilstrecken verarbeiten und dabei steht ihm eine weltweite Datenbank mit der Standorten und Niederlassungen der Fluggesellschaften zur Verfügung.

Ausgezeichnet. Was passiert noch in Hermans Gehirn?

Der wichtigste Teil seines Gehirns ist seine Logik zur Entscheidung was die optimale Gerichtsbarkeit pro Forderung ist. Herman wird nicht öffentlich über seine Logik erzählen, denn dies gehört zu den gut gehüteten Betriebsgeheimnissen von AirHelp. Es war eine Herausforderung, die Logiken und Algorithmen für Herman zu schreiben, aber wir haben es geschafft; er hilft uns sehr in unser täglichen Arbeit. In der Tat hat Herman bereits die optimalen Gerichtsbarkeiten für hunderttausende unserer Forderungen berechnet und dies in weniger als einer Sekunde.

Wie hilft Herman unseren Teams mit der täglichen Arbeit?

Unser Ziel es ist die Zufriedenheit unserer Kunden immer weiter zu steigern und so wird Herman unseren Forderungsprozess noch weiter beschleunigen, da er soweit möglich viele Aufgaben und Entscheidungen abnehmen. Die Automatisierung der Bearbeitung unserer EG 261 Ansprüche wird dazu beitragen, so viele Aufgaben und Entscheidungen wie möglich an Herman abzugeben. Und die freigewordene Zeit werden wir dazu nutzen andere Innovationen voranzutreiben.

Und wie könnte Herman einen Einfluss auf die Legal Tech als Ganzes haben?

AirHelp wird immer noch als Unternehmen, dass sich auf Forderungsmanagement für EG 261/2004 fokussiert wahrgenommen. Aber durch die Entwicklung von Innovationen wie Herman positionieren wir uns weiter als Technologie Unternehmen. Dabei analysieren wir stetig den Markt für juristische Dienstleistungen und schauen uns die Bedürfnisse der Verbraucher an, die sich z.B. nicht leisten können juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eigentlich sprechen wir dabei auch nicht unbedingt von juristischen Dienstleistungen, sondern von Hilfestellung für Leute, die im Konflikt mit einem Unternehmen oder einer Behörde stehen und Hilfe benötigen. Wir haben vorher den englischen Begriff „Justice as a service“ bzw. „Gerechtigkeit als Dienstleistung“ geprägt. Dabei geht es weniger um Gerechtigkeit im rechtlichen Sinne, sondern im weitesten Sinne um Fairness. Es gibt viele Menschen, die sich die Durchsetzung von Gerechtigkeit nicht leisten können. Wir wollen diesen Leuten helfen.

Das ist eine ganz neue Definition von „Flughilfe“.

Wir sind so stolz auf unsere Entwicklungs-, Daten-, Rechts- und Produktteams. Herman ist nur die erste Innovation aus unseren Projekten, die darauf abzielen aufregende Rechts-, Tech- und Reiseprodukte zu bauen. Wir stellen somit unter anderem unsere hervorragenden Daten- und Softwarefähigkeiten unter Beweis. Insbesondere wollen wir allen Beteiligten, unter anderem Simona, Piotr, Daria, Aga und Gosia besonders danken.

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