AbbrechenSchaltfläche zum Schließen des Fensters

Fliegen mit Baby und Kleinkind: {Tipps} für eine entspannte Reise

Von The AirHelper | Letzte Aktualisierung:

Das Reisen mit Baby sowie auch das Reisen mit Kindern sollte gut vorbereitet werden – vor allem dann, wenn es das erste Mal ist, dass Sie mit Baby fliegen. Denn nicht nur Sie bewegen sich in neuen Gefilden, auch für Ihr Kind ist die Situation ungewohnt. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, den Flug für Ihr Baby und sich selbst so angenehm wie möglich zu gestalten.

Fliegen mit Baby: Gute Vorbereitung ist alles

Eine sorgfältige Planung kann Ihnen viel Stress ersparen. Seien Sie beispielsweise rechtzeitig am Flughafen, damit kleine Zwischenfälle keinen Stress verursachen – etwa, wenn Sie ungeplant Windeln wechseln müssen.

Es ist außerdem ratsam, sich über die Gegebenheiten am Start- und gegebenenfalls an den Umsteigeflughäfen zu informieren: Ist der Buggy Handgepäck? Kann der Kinderwagen oder Buggy mit Babyschale direkt am Gate aufgegeben werden oder stellt der Flughafen Leihwagen zur Verfügung? Derartige Informationen erhalten Sie normalerweise auf der Website des Flughafens unter Rubriken wie „Reisen mit Kindern“.

In derselben Rubrik erfahren Sie auch, ob es einen speziellen Kinderbereich für ältere Geschwister gibt.

Welche Flughäfen in den Bewertungen besonders gut abschneiden, erfahren Sie in dem aktuellen Flughafen-Ranking von AirHelp.

Stimmen Sie den Flug auf Ihr Baby ab

Schon die richtige Entscheidung bei der Auswahl der Abflugzeit kann eine Menge Stress ersparen. Also ab wann mit Baby fliegen? Fliegen Sie so, dass Ihr Baby möglichst wenig davon mitbekommt. Flüge am späten Abend sind dafür optimal. Das gilt natürlich nicht nur für Babys, sondern allgemein für jüngere Kinder. Mit etwas Glück verschlafen die Kleinen einen Großteil des Flugs. Positiver Nebeneffekt: Der Schlafrhythmus des Kindes wird nicht durcheinandergebracht.

Informieren Sie sich rechtzeitig über die Beförderungsbedingungen. Fliegen Sie beispielsweise mit zwei Babys? Die meisten Fluggesellschaften geben vor, dass für jedes Kind unter zwei Jahren ein Erwachsener mitfliegen muss. Der Grund dafür: Das Kind wird mittels eines Schlaufengurts, dem sogenannten Loop Belt, mit dem Gurt des Erwachsenen verbunden. Fliegen Sie mit Ihren Babys allein, bieten einige Gesellschaften die Option an, einen zweiten Platz zu buchen und ein spezielles Kinderrückhaltesystem zu verwenden.

Erkundigen Sie sich bei der Fluggesellschaft, ob Familienplätze zur Verfügung stehen. Sie befinden sich in der vordersten Sitzreihe und bieten etwas mehr Beinfreiheit. An der Vorderwand lässt sich in vielen Fällen ein mobiles Babybett befestigen, sodass Ihr Baby gemütlich im Flugzeug schlafen kann. Informieren Sie sich bei der Gelegenheit auch gleich, bis zu welchem Alter das Babybett geeignet ist, und ob es eine Grenze bezüglich Größe und Gewicht gibt.

Vor allem bei einem Langstreckenflug mit Kleinkind sollten auch die Mahlzeiten gut geplant werden. Buchen Sie für den Flug mit einem Baby oder Kleinkind beispielsweise keinen separaten Sitz für ihr Kind, erhält es bei den meisten Fluggesellschaften keine Mahlzeit. Fragen Sie deshalb vor dem Flug bei der Gesellschaft nach, ob es möglich ist, ein Kindermenü vorzubestellen.

Nutzen Sie das zusätzliche Handgepäck

Viele Fluggesellschaften gewähren für Babys ein zusätzliches Handgepäckstück. Das gilt auch dann, wenn das Kind keinen eigenen Sitzplatz hat. Fliegen Sie mit einem Baby oder Kleinkind, erweist sich ein zusätzliches Handgepäckstück als echter Segen, denn in ihm können Sie alle wichtigen Utensilien für das Kleine griffbereit verstauen. Es hat sich bewährt, folgende Dinge dabeizuhaben:

  • Kuscheldecke und dicke Socken: schützen vor der kühlen Luft aus der Klimaanlage
  • Lieblingskuscheltier: schafft eine vertraute Umgebung
  • Wechselkleidung: falls mal etwas daneben geht
  • Windeln und Feuchttücher: für das Wickeln über den Wolken
  • Plastiktüten: für gebrauchte Windeln oder schmutzige Kleidung
  • Babynahrung: Milchpulver, Gläschen, Trinkflaschen und Wasser für Kinder sind im Flugzeug erlaubt
  • Snacks: für den kleinen Hunger zwischendurch

Fliegen Sie mit Baby, ist auch der Druckausgleich ein wichtiges Thema. Nehmen Sie deshalb auch für ein Stillkind Fläschchen und Schnuller mit ins Handgepäck, denn Schlucken und Saugen fördern den Druckausgleich. Dies ist vor allem beim Starten und Landen wichtig.

Ist Ihr Kind kurz vor der Reise erkältet, empfiehlt es sich, einen Kinderarzt aufzusuchen. Er verschreibt Ihrem Kind abschwellende Nasentropfen, damit der Druckausgleich nicht zur Qual wird.

Sorgen Sie für Ablenkung und Unterhaltung

Gerade auf einem Langstreckenflug mit Baby oder Kleinkind empfiehlt es sich, ausreichend Beschäftigungen einzuplanen. Spielzeug, Malbuch, Hörspiele oder Reisespiele sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Überraschen Sie Ihr Kind ruhig mit einem neuen Spielzeug. Auch das Unterhaltungsprogramm an Bord kann lange Flüge kurzweiliger machen. In den meisten Flugzeugen gibt es einen separaten Kinderbereich, in dem Kinderfilme und -serien sowie Kinderlieder gespielt werden.

Ein ganz besonderes Erlebnis für die Kleinen ist ein Besuch im Cockpit. Zwar ist er nicht während des Flugs möglich, aber vor dem Start oder nach der Landung. Fragen Sie einfach nett beim Bordpersonal nach. Vielleicht haben Sie Glück.

Verspäteter Flug: Nutzen Sie Ihre Rechte

Sind Sie aufgrund einer Flugverspätung oder eines Flugausfalls am Flughafen gestrandet? Fliegen Sie mit einem Baby oder Kleinkind, kann das besonders anstrengend sein. Eine Entschädigung verkürzt die Wartezeit zwar nicht, ist aber Ihr gutes Recht. Das gilt übrigens auch für Ihr Kind. Nach der EU-Fluggastrechteverordnung 261 haben Sie möglicherweise Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro.

Auch Ihrem Kind steht eine Entschädigung zu, es sei denn, es reist kostenlos. Ob das Ticket zu einem niedrigeren Preis gekauft wurde, ist nach der EU-Fluggastrechtverordnung 261 unerheblich. In diesem Fall genießen Kinder dasselbe Recht auf eine Entschädigung wie vollzahlende Erwachsene.

AirHelp hat es sich zur Aufgabe gemacht, Passagiere über ihre Rechte aufzuklären und sie bei deren Durchsetzung zu unterstützen. Ob Sie einen Anspruch auf Entschädigung haben, können Sie ganz einfach mithilfe unserer Online-Abfrage prüfen. Wie pünktlich die Fluggesellschaften sind und wie sie mit Entschädigungsforderungen umgehen, verrät Ihnen unser aktuelles Airline-Ranking.