Flugverspätung: So lassen Sie sich entschädigen

Ihr Flug hat sich verspätet? Wussten Sie, dass Sie als Fluggast umfangreiche Rechte genießen? In vielen Fällen stehen Ihnen eine Barabfindung zwischen 250 und 600 Euro sowie gegebenenfalls weitere Schadensersatzleistungen zu. Prüfen Sie rasch Ihren Anspruch und lassen Sie sich bei diesem mitunter komplizierten Prozedere von AirHelp unter die Arme greifen. Dank unserer Expertise weisen wir eine sehr hohe Erfolgsquote auf.

Kommt bei Ihrer Flugverspätung eine Erstattung infrage?

Sie haben Anspruch auf Abfindung in bar, wenn …

  • Sie Ihr Ziel mehr als drei Stunden später als geplant erreichen.
  • Sie für Ihren Flug rechtzeitig eingecheckt haben (in der Regel nicht später als 45 Minuten vor Abflug).
  • Die Probleme mit einem Flug nicht mehr als drei Jahre zurückliegen.
  • Die Fluggesellschaft für die Flugverspätung verantwortlich ist. (z. B. wegen einer technischen Störung oder erkrankter Besatzung).
  • Der Flug innerhalb der EU startete (jede Fluggesellschaft möglich) oder landete (Voraussetzung ist, dass die Fluggesellschaft ihren Sitz in der EU hat).

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Fluggesellschaft Ihnen bereits Mahlzeiten, Erfrischungsgetränke oder Reisegutscheine zur Verfügung gestellt hat.

Wie viel Entschädigung steht Ihnen bei einer Flugverspätung zu?

Weniger als 3 Stunden Verspätung 3–4 Stunden Verspätung Mehr als 4 Stunden Verspätung Nie angekommen Entfernung
0 € 250 € 250 € 250 € Alle Flüge bis 1.500 km
0 € 400 € 400 € 400 € Flüge innerhalb der EU über 1.500 km
0 € 400 € 400 € 400 € Flüge außerhalb der EU zwischen 1.500 km und 3.500 km
0 € 300 € 600 € 600 € Flüge äußerhalb der EU über 3.500 km

Gibt es für alle Flugverspätungen eine Entschädigung?

Im Falle einer Flugverspätung gelten für die Entschädigung bestimmte Fristen. Wichtig ist, dass unter der Ankunftszeit nicht der Zeitpunkt zu verstehen ist, zu dem die Räder die Landebahn berühren, sondern wenn das Flugzeug am Gate parkt und die Tür geöffnet wird. Dies kann manchmal einen Unterschied von 15 Minuten und mehr ausmachen. Daher ist es wichtig, genau zu sein. Wie hoch darf eine Flugverspätung ausfallen, ohne dass Ihnen eine Entschädigung zusteht? Drei volle Stunden.

Eine Entschädigung gibt es nur bei Flugverspätungen von mehr als drei Stunden.

Außergewöhnliche Umstände sind nicht abgedeckt

Die Fluggesellschaft haftet auch dann nicht, wenn die Flugverspätung auf sogenannte „außergewöhnliche Umstände“ zurückzuführen ist. Dazu zählen beispielsweise Blitzeinschläge, medizinische Notfälle, Streiks der Flughafenmitarbeiter oder Fluglotsen, sehr widrige Wetterverhältnisse, Einschränkungen bei der Flugsicherung, plötzlich auftretende Funktionsstörungen des Flughafenradars, Sabotageakte, politische Unruhen und Terroranschläge.

Zählt Schneefall zu den „sehr widrigen Wetterverhältnissen“?

Es kommt darauf an, ob die Fluggesellschaft das Problem hätte verhindern können. Wenn die Fluggesellschaft zum Beispiel vor dem Wintereinbruch nicht für einen ausreichenden Vorrat an Enteisungsmittel gesorgt hat, kann sie für die Flugverspätung verantwortlich gemacht werden – insbesondere dann, wenn Flüge anderer Fluggesellschaften pünktlich starten konnten.

Weniger außergewöhnliche Umstände sollten abgedeckt sein

Fluggesellschaften nennen häufig „technische Schwierigkeiten“ oder „betriebsbedingte Umstände“ als Gründe für die Flugverspätung. Die gute Nachricht ist, dass der Europäische Gerichtshof (EuGH) wiederholt erklärt hat, dass diese nicht als „außergewöhnliche Umstände“ gelten. Das bedeutet, dass sie nicht ausreichen, um die Fluggesellschaft gemäß der EU-Verordnung EG 261/2004 von ihren Verpflichtungen zu befreien.

Sind alle Flüge von der Verordnung EG 261 abgedeckt?

Ganz gleich, ob Flugverspätung, Flugausfall oder verpasster Anschlussflug: Fast alle Strecken innerhalb Europas sind abgedeckt. Dazu gehören nicht nur der Luftraum innerhalb der EU, sondern auch Island, Norwegen, die Schweiz und die sogenannten „äußersten Randregionen“ (Französisch-Guayana und Martinique, Guadeloupe und La Réunion, Saint-Martin, Madeira und die Azoren sowie die Kanarischen Inseln).

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass die EU-Verordnung EG 261/2004 allein für Flüge innerhalb Europas gilt. Dies ist nicht der Fall. Es reicht aus, wenn Ihr Flug von einem Flughafen in der EU startet, um ebenfalls unter das Gesetz zu fallen. Das Gleiche gilt, wenn Ihr Flug zwar außerhalb der EU startet, aber mit einer EU-Fluggesellschaft durchgeführt wird. So wie in diesem Beispiel:

Reiseroute EU-Fluggesellschaft Nicht-EU-Fluggesellschaft
Start innerhalb der EU, Ziel innerhalb der EU Abgedeckt Abgedeckt
Start innerhalb der EU, Ziel außerhalb der EU Abgedeckt Abgedeckt
Start außerhalb der EU, Ziel innerhalb der EU Abgedeckt Nicht abgedeckt
Start außerhalb der EU, Ziel außerhalb der EU Nicht abgedeckt Nicht abgedeckt

Wie wird die Entschädigung für eine Flugverspätung berechnet?

Es ist wichtig zu wissen, dass die Verspätungen auf der Grundlage der Ankunftszeit und nicht der Abflugzeit berechnet werden. Aber was genau ist unter „Ankunftszeit“ zu verstehen? Im September 2014 definierte der Europäische Gerichtshof (Rechtssache C-425/13) die „Ankunftszeit“ als den Zeitpunkt, zu dem das Flugzeug sein endgültiges Ziel erreicht hat und eine seiner Türen bereits geöffnet ist. Diese Ansicht basiert auf der Annahme, dass die Passagiere zu diesem Zeitpunkt das Flugzeug verlassen dürfen.

Flugverspätung – so holen Sie sich Ihr Geld zurück

Das erste, was Sie tun sollten, ist herauszufinden, ob Sie bei Ihrer Flugverspätung Anspruch auf Entschädigung haben oder nicht. Leider ist es nicht so einfach, wie es sich anhört, diese Information zu bekommen. Schließlich haben Sie keinen Zugang zu Flugdatenbanken, können nicht auf ähnliche Fälle verweisen und besitzen nicht das juristische Fachwissen, um zu prüfen, ob die Fluggastrechteverordnung auch für Ihre Flugverspätung gilt.

Wie kann ich bei einer Flugverspätung Schadensersatz beantragen?

Keine Sorge, als Experten für Fluggastrecht ist das genau unser Gebiet. Innerhalb weniger Minuten können wir Ihnen mitteilen, ob Sie Anspruch auf Entschädigung haben oder nicht. Geben Sie einfach Ihre Flugdaten in unseren speziell dafür entwickelten Entschädigungsrechner ein. Er analysiert Hunderttausende Flugbewegungen und Wetterdaten und prüft detailliert, ob die Fluggastrechteverordnung gilt. Wir stellen Ihnen umgehend eine kostenlose Ersteinschätzung zur Verfügung.

Wenn der Entschädigungsrechner angibt, dass Ihnen für Ihre Flugverspätung eine Entschädigung zusteht, können Sie uns damit beauftragen, umgehend mit der Geltendmachung Ihrer Rechte zu beginnen. Wenn Sie sich für uns entscheiden, erhalten Sie die Unterstützung eines Partners, der bereits seit vielen Jahren erfolgreich Fluggastrechte einfordert. Wir wissen, wie man am besten mit den Fluggesellschaften verhandelt und welche Tricks diese in petto haben. Dies ermöglicht es uns, mit ihnen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Wir stellen sicher, dass Sie die Entschädigung erhalten, die Ihnen zusteht, auch wenn das bedeutet, vor Gericht zu gehen. Übrigens: Bei Fällen vor Gericht können wir eine Erfolgsquote von 98 % vorweisen.

Prüfen Sie in 2 Minuten, ob Sie Anspruch auf Schadensersatz für eine Flugverspätung habenJetzt Anspruch prüfen

Welche Unterlagen benötige ich für meine Forderung?

Wenn Sie mit der Unterstützung von AirHelp einen Anspruch anmelden, brauchen Sie nur Ihre Flugnummer. Reichen Sie Ihre Forderung direkt bei der Fluggesellschaft ein, müssen Sie mit Ablehnung rechnen. Auch wenn die EU-Verordnung EG 261/2004 auf Ihrer Seite ist, wird die Fluggesellschaft wahrscheinlich nicht davon begeistert sein oder es eilig damit haben, Sie zu bezahlen. Damit Ihre Forderung die besten Chancen auf Erfolg hat, hier ein paar Hinweise:

  • Bewahren Sie alle Dokumente zum gestörten Flug und den angebotenen Alternativflügen auf, zum Beispiel E-Tickets und Bordkarten.
  • Erkundigen Sie sich beim Bodenpersonal nach der Ursache für das Problem.
  • Machen Sie sich einige Notizen zu der Störung, beispielsweise auf Ihrem Handy.
  • Notieren Sie sich die tatsächliche Ankunftszeit am Zielort. Sammeln Sie so viele Informationen wie möglich. Machen Sie z. B. Fotos von der Abflugtafel am Flughafen oder heben Sie Mitteilungen der Fluggesellschaft auf, die die Störung bestätigen. Sie sind sehr nützlich, wenn Sie Ihren Anspruch direkt bei der Fluggesellschaft einreichen.

So finden Sie Ihre Flugnummer

Es handelt sich um die Nummer, die die Fluggesellschaft Ihrer Flugreservierung zugewiesen hat. Sie ist sechsstellig und kann sowohl Buchstaben als auch Zahlen enthalten.

Tipp: Machen Sie es sich einfach! Wenn Sie sich für AirHelp entschieden haben, können Sie alle geforderten Dokumente bequem im Upload-Bereich hochladen. Wir kümmern uns um den Rest.

Gibt es bei einer Flugverspätung weitere Rechte, die sich aus der EU-Verordnung EG 261/2004 ergeben?

Recht auf Erstattung oder Umleitung

Zusätzlich zur Entschädigung für Ihren Zeitverlust haben Sie bei einer Flugverspätung von mehr als fünf Stunden Anrecht auf eine vollständige oder teilweise Rückerstattung Ihres ursprünglichen Tickets und ggf. auf einen Rückflug zum Abflugort.

Recht auf Verpflegung

Wenn Sie feststecken, weil Sie darauf warten müssen, dass die Fluggesellschaft Sie auf den Weg an Ihr Ziel bringt, haben Sie, in Abhängigkeit von Ihren Flugdaten, Anspruch auf eine Reihe kostenfreier Leistungen. Die Fluggesellschaft muss Ihnen für den Zeitraum der Verspätung Mahlzeiten und Erfrischungsgetränke sowie Kommunikationsmöglichkeiten bereitstellen; Letzteres beinhaltet zwei Telefonate, Telex- oder Faxnachrichten sowie E-Mails.

Das Problem mit Flugverspätungsgutscheinen

Flugverspätungsgutscheine sind nicht das, was sie zu sein scheinen. Wenn Sie müde und hungrig sind und Ihnen jemand einen Gutschein für eine kostenlose Pizza anbietet, fällt es natürlich sehr schwer, „Nein“ zu sagen.

Die Vorschriften sehen jedoch eindeutig vor, dass bei einer Flugverspätung die Entschädigung in bar, per elektronischer Überweisung oder Scheck gezahlt werden muss, es sei denn, der Fluggast akzeptiert stattdessen Reisegutscheine. Im Prinzip ist es Ihre Entscheidung, ob Sie die Gutscheine akzeptieren oder nicht. Der Datenlage zufolge entscheiden sich die meisten Leute dafür. Aber bedenken Sie, dass es sich lohnt herauszufinden, was Ihnen zusteht, wenn Sie das Angebot der Fluggesellschaft ablehnen und stattdessen auf Bargeld bestehen. Die meisten Menschen wissen nicht, welche Entschädigung ihnen zusteht. Wir schätzen, dass weltweit 8 Millionen Menschen Anspruch auf Entschädigung haben, aber weniger als 2 % von ihnen jemals das Geld bekommen, das ihnen zusteht.

Ich bin auf dem Rollfeld gestrandet – was soll ich tun?

Es ist wichtig festzuhalten, zu welchem Zeitpunkt die Flugzeugtüren geschlossen sind. Wenn die Wartezeit dann etwas länger als normal erscheint, können Sie messen, wie lange Sie auf der Rollbahn verharren. Ist die Wartezeit zu lang, gibt es etwas, was Sie tun können. Verspätungen auf europäischen Rollfeldern können ebenso entschädigt werden wie eine Flugverspätung innerhalb Europas.

Wichtig: Wenn Sie nicht gerade jemand sind, der gerne länger als nötig in einem ausgelasteten Flugzeug sitzt, ist das eine schlechte Situation. Während die Bereitstellung von Klimaanlage, Toiletten und Wasser Pflicht ist, verlangt das Gesetz nicht, dass den Passagieren die Möglichkeit eingeräumt wird, das Flugzeug zu verlassen, sofern die Verspätung auf der Rollbahn nicht länger als fünf Stunden dauert.

Auch Geschäftsreisende und Beamte haben Anspruch auf Entschädigung bei Flugverspätung

Viele Menschen denken, dass ihrem Arbeitgeber eine Entschädigung für eine Flugverspätung während einer Geschäftsreise zusteht. Dies ist jedoch nicht der Fall. Genaugenommen ist es so, dass der Passagier, der die Unannehmlichkeiten erduldet hat, auch derjenige ist, dem eine Entschädigung zusteht – und nicht etwa die Person, die das Ticket bezahlt hat. Dies ist das Grundprinzip der EU-Fluggastrechtsverordnung für größere Flugverspätungen, Annullierungen und Überbuchungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Angestellter eines privaten Unternehmens oder Beamter sind.

Haben mitreisende Kinder Anspruch auf Entschädigung?

Verspätet sich das Flugzeug, ist der Stressfaktor gerade dann hoch, wenn kleine Passagiere mitreisen. Grundsätzlich gilt der Schadensersatzanspruch auch für die Kinder von Fluggästen. Das trifft übrigens auch dann zu, wenn Sie für die Tickets Ihrer Kinder weniger als für sich selbst bezahlt haben. Voraussetzung für eine Entschädigung ist jedoch, dass das Flugticket für das Kind nicht kostenfrei war. Gerade Babys und Kleinkinder werden während einer Flugreise häufig auf den Schoß genommen, anstatt dass sie einen eigenen Platz beanspruchen. Bei den meisten Fluggesellschaften ist dies für Kinder zwischen 0 und 2 Jahren möglich, sodass für sie kein Ticket erworben werden muss. Haben Sie sich für diese Variante entschieden, besteht für Ihre Kinder leider kein Anspruch auf Entschädigung.

Zusätzlicher Anspruch auf Mahlzeiten, Erfrischungsgetränke und andere Leistungen

Wenn eine Übernachtung notwendig ist, muss Ihnen die Fluggesellschaft ein Hotelzimmer sowie den Transport zum und vom Flughafen zur Verfügung stellen.

Upgrade und Downgrade

Wenn Ihnen ein Alternativflug angeboten wird und Sie das Glück haben, ein Upgrade zu erhalten, darf Ihnen die Fluggesellschaft dafür nichts extra berechnen. Ist die Reiseklasse des alternativen Fluges jedoch niedriger, können Sie in diesem Fall eine Rückerstattung von 30–75% des ursprünglich gezahlten Preises erhalten.

Weitere Schadensersatzleistungen

Auch wenn Sie gemäß der EU-Verordnung EG 261/2004 entschädigt werden, beeinflusst dies nicht Ihr Recht, für eine Flugverspätung weitere Entschädigungen zu verlangen. Diese Regel gilt nicht für den Fall, dass Passagiere ihre Reservierung freiwillig abgegeben haben.

Wichtig: Bedenken Sie jedoch, dass der Betrag, auf den Sie gemäß der EU-Verordnung Anspruch haben, von der zusätzlichen Entschädigung abgezogen werden kann.

Fahrgäste sind über ihre Rechte zu informieren

Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, die Fluggäste über ihre Rechte sowie den Inhalt der EU-Verordnung EG 261/2004 zu informieren. Das bedeutet, dass jede Fluggesellschaft Informationen über die Fluggastrechte an den Check-in-Schaltern anzeigen muss. Den vollständigen Text der EU-Verordnung finden Sie unter diesem Link.